Montag, 7. Juli 2014

On Top of the World?

Schnell noch ein bisschen schreiben, bevor ich gleich los muss zum Praktikum. Nachdem der Freitag nicht ganz so mein Tag bzw. Abend war und ich deshalb auch relativ früh im Bett und auch wieder wach war, musste ich mir was für den Samstag einfallen lassen. Meine Mitbewohner schlafen immer um einiges länger als ich, aber ich wollte mich nicht weiter im Apartment langweilen, wenn ich doch in New York bin. Also bin ich mehr oder weniger ohne genauen Plan nach Manhattan gefahren.

Meine erste Station war Herald Square. Irgendwo muss man anfangen. Vor Macy's sind ein paar Stühle und Tische aufgebaut und da saß ich dann um 10 Uhr in der Sonne und habe mich gefragt, was ich denn heute anstellen könnte. Ich musste (und muss) immer noch mein Zeugnis von Berkeley abholen, also habe ich das als erstes auf meine Liste gesetzt und dann fiel mir ein, dass ich auch immer noch nicht auf der rooftop Terrasse des Metropolitan Museum gewesen war, das wurde dann mein zweiter Punkt. 

Mit meinem Zeugnis war ich nicht so erfolgreich, obwohl Berkeley samstags offen ist, konnte ich mir das nicht abholen und durfte mir dann nicht ganz so freundlich anhören, dass ich Montag wiederkommen sollte. Auf die Antwort, dass ich aber ein Praktikum mache, hat sie nur ihre aufgemalten Augenbrauen hochgezogen, mich arrogant angeschaut und gesagt "I don't even know what to say to that". Ähm, ja, danke, das war sehr hilfreich. Das Zeugnis muss ich also immer noch irgendwie besorgen. 

Was das Metroplolitan angeht war ich erfolgreicher.
 Wer hätte gedacht, dass trotz des gutem Wetters so viele Leute ins Met gehen? Naja, wahrscheinlich 99,9% Touristen. 
Das hier habe ich bei den Römern und Griechen gefunden, glaube ich zumindest, im Mittelalter war es zumindest nicht. Ich dachte, das wäre was für Deinen Garten, Mama?! Kann ich mir ganz gut vorstellen.
 Zu sagen, dass das Met groß ist, ist eine Untertreibung, und zu sagen, dass ich mich da drin zurecht finde, ist eine noch viel größere Lüge. Ich habe eigentlich keinen schlechten Orientierungssinn, aber das Met macht mich fertig. Bis ich diesen Fahrstuhl zur Dachterrasse gefunden hatte, dauerte es ewig. Ich musste erst durch verschiedene Epochen des Mittelalters, einige Jahre der Griechen und der Römer, und ein barockes Schlafzimmer durchqueren, bis ich endlich richtig war.
Endlich geschafft!
Der Ausblick nach Westen.
Der Ausblick nach Süden.
Süd- West. 
Süd-Ost.
Ich muss sagen, mein dritter Besuch im Met hat sich eindeutig gelohnt, alleine für den Ausblick über den Central Park muss man schon da hoch.
Nachdem ich dann eine weitere halbe Stunde den Rückweg durch dieses Labyrinth von Museum gesucht habe, wobei ich durch weitere Epochen jeglicher Kulturen musste- irgendwann war ich in einem schwarzen Raum voller Buddhas...- habe ich mich auf den Weg zum einkaufen gemacht. Noch länger konnte ich das wirklich nicht verschieben. Mein Teil des Kühlschranks wurde beherrscht von einer Schüssel mit Rucola Salat. Die Einkäufe bei der Hitze nach Hause zu schleppen ist immer ein eigenes Workout, aber immerhin habe ich erstmal wieder was zu essen. 
Ich muss mich jetzt echt auf den Weg machen. 
Liebe Grüße aus New York!

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