Donnerstag, 1. Mai 2014

Chinatown and Coney Island

Am letzten Sonntag, der letzte Tag, den ich mit Vicky und Jim verbracht habe, haben wir uns erst etwas später in Manhattan getroffen, dafür aber mit Donuts-lecker! 
Da die Beiden in der Nähe des Flughafens von Newark in New Jersey gewohnt haben, hat es sie immer 1,5 Stunden gekostet um nach Manhattan rein und wieder rauszukommen. Da bin ja sogar ich aus Brooklyn schneller ;) 
Vicky war auf der Suche nach einer Tasche, also haben wir uns aufgemacht nach Chinatown! Chinatown an sich ist jetzt nicht so mein Viertel, ich finde es eher nervig und dreckig und das ganze Essen, was sie auf der Straße anbieten ist irgendwie auch ein bisschen eklig, aber, wenn man eine bestimmte Tasche haben will und nicht den vollen Preis zahlen möchte, ist man da genau richtig!

 So sehen die ganzen Geschäfte von außen aus, alles voll mit gefälschten Taschen, denen man das auch sofort ansieht. Guckt man aber genauer und sieht nicht aus wie jemand von der Polizei, wird man angesprochen, ob man eine bestimmte Marke sucht und sobald man drauf eingeht, soll man ihnen folgen. Meistens geht es durch eine versteckte Tür in einen extra Raum oder in unserem Fall in einen Keller! Es ist praktisch alles das, wovor man als Kind gewarnt wird und nur um das klar zu stellen, ohne Vicky und Jim hätte ich das auch NIE gemacht, ein bisschen gruselig ist das schon. 
Wir waren also in diesem einen Laden, der dem vom oberen Bild nicht unähnlich sieht- irgendwie sehen die eh alle gleich aus- und auf der Suche nach einer bestimmten Tasche, also ging es dann in den Keller, der vollgestopft war mit falschen Taschen! Der springende Punkt ist, dass das Verkaufen von gefälschten Taschen logischerweise verboten ist, in New York gibt es sogar eine Polizei Abteilung, die sich nur um sowas kümmert, würden die Verkäufer aber ehrlich sagen, dass die Taschen gefälscht sind, wäre es wieder legal, da sie das aber nicht tun, was meiner Meinung nach auch überflüssig ist, weil man es den Taschen EINDEUTIG ansieht, ist und bleibt es illegal. Deshalb also die Kellergeschichte. Die Tasche, die wir gesucht hatten, haben wir zwar nicht gefunden, dafür aber eine ähnliche. 
Es ist also auf jeden Fall eine Erfahrung, aber nichts, was ich aus Spaß an der Freude machen würde. Mir ist das einfach zu anstrengend, an jeder Ecke angesprochen zu werden, ob ich Michael Kors, Louis Vuitton oder Chanel Taschen haben möchte oder "echte" Uhren kaufen will. Und als Fashion Student, bin ich natürlich von Fälschungen sowieso nicht überzeugt, schließlich hat für das Design auch jemand gearbeitet! 
 Zur Stärkung sind wir dann nach Little Italy, was mir viel besser gefällt, allein schon wegen des ganzen leckeren Essens, und haben Gellato gegessen, das war lecker! 
Die Manhattan Bridge bzw. der Anfang.
Danach haben wir beschlossen nach Coney Island, den südlichsten Zipfel von Brooklyn zu fahren und das war eindeutig die beste Entscheidung. Zwar hat es uns eine 3/4 Stunde gekostet, bis wir überhaupt da waren, aber es hat sich gelohnt. Coney Island hat einen wunderschönen breiten Strand, der mich an die Ostsee und zu Hause erinnert und direkt davor am Pier, ist das ganze Jahr über eine Art Kirmes mit einem Riesenrad, Achterbahnen und allem was dazu gehört!
Der Blick aus der Subway 
Immernoch aus der Subway
Der Name "Surf Avenue" trifft es schon ganz gut, glaube ich.

Alle Shops sind im Stil der 70/80er gehalten bzw. erhalten. Als im vorletzten Jahr (glaube ich zumindest) der Hurricane Sandy hier rüber gefegt ist, hatten viele Angst, dass es den ganzen Park zerstören würde. Er hat auch einen ziemlichen Schaden angerichtet, aber sie hatten Glück im Unglück und konnten alles wieder aufbauen und den Stil beibehalten. Die ganze Gegend bekommt durch diese Stil-Art ein ganz besonderes Flair und ich glaube im Sommer ist es da super schön und ich werde auf jeden Fall nochmal wiederkommen. Bisschen überflüssige Informationen: Hier findet auch das Hot-Dog Wettessen statt, ich weiß aber nicht, ob ich mir das angucken möchte...

 Als wir da waren, war es relativ windig, wie man auch an den Drachen sehen kann, und dadurch auch ein bisschen kalt, aber es war so schön, man hätte fast meinen können, man ist an der Ostsee, vielleicht hätte ich diesen Post per Flaschenpost schicken sollen!

Danach habe ich noch kurz Vicky und Jim die High Line gezeigt, weil sie die noch gar nicht kannten bevor wir zum Abschiedsessen zu Vapiano gegangen sind. Nicht sehr amerikanisch, dafür aber genauso lecker, wie in Deutschland und den Beiden hat es auch sehr gut gefallen. 
Damit ist dann auch das Wochenende zu Ende gegangen. Es war super schön und ich habe mich gefreut, dass Vicky und Jim extra für mich nach New York gekommen sind, ok für mich und die Yankees. Wir hatten auf jeden Fall super viel Spaß und ich habe es sehr genossen, Ihnen das zeigen zu können, was ich schon kennengelernt habe und andersrum ein bisschen was gezeigt zu bekommen. Das Yankees Game war natürlich Highlight des Wochenendes und ist auf jeden Fall etwas, was man gemacht/ gesehen haben muss, wenn man längere Zeit in New York ist. (@Kim: Das machen wir nochmal zusammen! ;)) 
Liebe Grüße aus Brooklyn, ich mache mich jetzt gleich auf den Weg zu Berkeley. 

1 Kommentar:

  1. Worauf du Gift nehmen kannst, Nicki :-)!!
    Coney Island hat mich übrigens total an St Kilda in Melbourne erinnert... Feeeeernweh!!!

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