Gestern musste ich nach dem Praktikum noch ein paar Pakete bei der Post abgeben und da es noch nicht so spät war, bin ich noch ein bisschen durch Manhattan gewandert. Und beim Rockefeller Center gelandet. Die Eisbahn haben sie dann mittlerweile auch endlich mal abgebaut. Dafür steht direkt vor dem Rockefeller, wo zu Weihnachten der Weihnachtsbaum steht jetzt etwas anderes!
Für mich persönlich sieht es aus wie der übergroße Kopf eines Kinder Reittiers, diese roten Gummi Pferde mit den Punkten! Was genau der Sinn dieses "Gebildes" aus Büschen und Blumen ist, kann ich noch nicht erkennen...
Vorgestern bin ich mit meiner Chefin in den Diamond District von Manhattan gegangen um ein paar Steine für Schmuckstücke abzuholen. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas wie den Diamond District überhaupt gibt. Er ist auch nicht groß, liegt in der 46th und 47th Street an der 5th Avenue und man kann ihn daran erkennen, dass sich ein Juwelier an den anderen reiht und in den Hochhäusern sind Büros und Studios, die vollgepackt sind mit noch mehr Steinen, Diamanten, Gold und Silber.
Meine Chefin sagt, dass man hier hochwertigeren Schmuck kaufen kann als bei Tiffany. Das Interessante ist aber, dass es wie immer nicht danach aussieht. Die Schaufenster sind nicht mit Samt ausgelegt und hübsch beleuchtet, sondern voll gequetscht mit allen möglichen Schmuckstücken, die der Juwelier zu bieten hat.
Letztendlich sind wir in ein unscheinbares Hochhaus gegangen, in dem wir bevor wir eingelassen wurden, erstmal unsere Ausweise zeigen mussten. Wie gesagt, total unscheinbar, nicht schön, nicht besonders sauber, uralter Fahrstuhl, das ganze Programm. Der Juwelier, bei dem sie immer ihre Steine kauft, hat eine winzige Kammer in diesem Hochhaus, weiße Wände, keine Fenster, aber Schubladen voller Steine und Diamanten in Plastiktüten. Was da für Geldwerte rumliegen will ich gar nicht wissen, kann ich mir auch gar nicht vorstellen. Aber in New York ist es oft so, man darf Geschäfte und Häuser nicht nach dem Äußeren bewerten, denn obwohl sie aussehen, als wären sie die ältesten und dreckigsten Gebäude, können drinnen Diamanten verkauft werden.
Wer würde so etwas erwarten? Ich dachte an teure Geschäfte mit Schaufenstern in denen nur drei Teile liegen und beigen Teppichen und weichen Sofas- aber nein, nicht ganz. Wieder eine neue Erfahrung gesammelt- New York ist eben nicht immer das, wonach es aussieht: Auf die inneren Werte kommt es an.
Liebe Grüße aus New York!


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen